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Weihnachten unter dem Ärmelkanal. Weichenwechsel im Eurotunnel
Informationen zum Video
| Die Reportage |
| Zwischen Frankreich und England |
| Der Eurotunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien ist einer der wichtigsten Knotenpunkte im europäischen Schienenverkehr. Rund 400 Züge nutzen ihn täglich. Nach 14 Jahren Betrieb mussten hier über Weihnachten 2007 die Weichen ausgetauscht werden. |
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| Bis zu acht Fracht- oder Personenzüge können gleichzeitig im Tunnel fahren. Jahr für Jahr werden hier Millionen Tonnen Güter bewegt. Mehr als 100 Millionen Menschen haben den Tunnel seit seiner Einweihung passiert. |
| Der Tunnel besteht aus drei Röhren: Zwei werden für den Zugverkehr genutzt, die dritte in der Mitte ist für Versorgung und Logistik reserviert. Von diesem Servicetunnel aus führen alle 375 Meter Gänge zu den beiden Haupttunneln. |
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| Hinzu kommen kleinere Verbindungsröhren zwischen den Eisenbahntunneln, welche die enormen Druckwellen der Züge ausgleichen. Rund 50 Kilometer ist der Tunnel lang, davon 37 unter dem Meer. Er wurde in mehr als zehn Jahren Bau unter dem Ärmelkanal durchgetrieben. |
| An zwei Stellen sind die Eisenbahnröhren verbunden. In großen Hallen können Züge von einem Tunnel in den anderen wechseln. Jede Röhre ist für eine Fahrtrichtung reserviert. Wird im Tunnel gearbeitet, muss die Leitzentrale den betroffenen Abschnitt einer Röhre stilllegen und die Züge umleiten. |
| Quelle: Bahn TV, April 2008 |
| Die Reportage |
| Weihnachten unter dem Ärmelkanal |
| 14 Jahre intensive Belastung im Gleis haben bei den Weichen des Eurotunnels ihre Spuren hinterlassen. Sie müssen ersetzt werden - zum ersten Mal seit der Eröffnung 1994. |
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| Schneidbrenner trennen die Schienen auf. Die Weiche wird in kleine Stücke zerlegt, damit die Bagger sie später besser packen können. Seit fast 15 Jahren liegen die Schwellen im Gleis. Stück für Stück wird die alte Weiche herausgerissen und hinterlässt im Betonbett des Tunnels Vertiefungen, die noch ausgeweitet werden müssen, da hier später die neue Weiche reinpassen muss. |
| Die Weiche für den Eurotunnel wurde in der Nähe von Reims in Ostfrankreich von einer Spezialfabrik gefertigt. Für den Transport nach Calais mussten die Arbeiter des Werks sie für den einfachereren Transport zerlegen. |
| Die Arbeiter legen einen provisorischen Schienenweg, auf dem die neue Weiche an ihren Bestimmungsort gelangt. |
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| Langsam rollt die Weiche auf ihren Platz. Die Portalkräne heben sie an, bis sie frei schwebt. Dann senken die Portalkräne die Weiche ab. Alles klappt, die Weiche passt genau in ihr Bett. Jede Schwelle ist jetzt da, wo sie hingehört. Züge können jedoch nocht nicht fahren, da die Schienen noch ausgerichtet werden müssen. |
| Mit einem Spezialharz fixieren die Arbeiter die Weiche. Es härtet schneller aus als Beton. Das Harz wird in die Vertiefungen gegossen, um die Weiche am Untergrund zu fixieren. |
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| Die Schienen der Weiche und des Eurotunnels verbinden die Techniker nun mithilfe des so genannten aluminiothermischen Schweißens. Anschließend bauen die Spezialisten den Weichenmotor und das Gestänge für die Kraftübertragung ein, messen die Weiche ein letztes Mal aus und schließen sie dann an die Steuerungskabel des Eurotunnels an. Jetzt hat die Leitzentrale oben die Kontrolle und gibt den Tunnel wieder frei. |
| Quelle: Bahn TV, April 2008 |





