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| Bahnen der Welt |
| Die Furka-Dampfbahn |
| Durch die beindruckende Zentralschweizer Bergwelt fährt eine der beliebtesten Nostalgiebahnen: die Furka-Dampfbahn. Die Strecke über den Furkapass wurde im Jahr 1924 eröffnet. |
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| Durch die Lage von über 2.000 Metern über dem Meer war an einen Bahnbetrieb nur während des Sommers zu denken. Jährlich im Frühling mussten Bauarbeiter der Furka-Oberalp-Bahn die Strecke vom Schnee befreien, Fahrleitungen montieren und eine Klappbrücke aufbauen. Im Herbst musste dann alles wieder abgebaut werden. Vor 25 Jahren wurde der Furka-Basistunell eröffnet und die alte Strecke aufgegeben. |
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| Die Dampflok FO 4 wurde 1913 von der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM) an die damalige Brig-Furka-Disentis-Bahn (BFD) geliefert. 40 Jahre lang war sie hier im Einsatz. |
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| 1997 wurde in der DFB-Werkstatt in Chur mit der langjährigen Revision der Lokomotive begonnen. Über 18.000 Arbeitsstunden waren in den vergangenen neun Jahren nötig, damit sie wieder fahren konnte. |
| Als die Bahnlinie gebaut wurde, gehörte das Tal mitsamt der Gletscher der Hotelier-Familie Seiler, die das Land später für die Trasse an die Bahn verkaufte. |
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| Die Dampfzüge der DFB verkehren von Ende Juni bis Ende September von Freitag bis Sonntag und in der Hochsaison - während den Schulferien - auch täglich. |
| Quelle: Bahn TV, Februar 2008 |
| Bahnen der Welt |
| Mit Volldampf durch Bern |
| Ende des 19. Jahrhunderts suchte die aufstrebende schweizerische Hauptstadt Bern nach einem neuen Transportmittel und entschied sich relativ schnell für die Tram. |
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| Ab 1890 fuhr zunächst eine mit Druckluft betriebene Lufttram, da man in Bern zu dieser Zeit keine elektrischen Trams und Oberleitungen einsetzen wollte und das Vertrauen in die Technik noch gering war. Daher wurde ab 1894 anstelle einer elektrischen Straßenbahn die Dampftram in Betrieb genommen. |
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| Im Jahr 1901 entschied man sich für den elektrischen Antrieb. Nachdem die Dampftram fast 100 Jahre stillstand, fährt sie jetzt dank der Mitglieder der Berner Tramway Gesellschaft wieder. Sie haben in fast zehnjähriger Arbeit eine Tramway Lokomotive 12 restauriert. |
| Im Jahr 1894 lieferte die SLM Winterthur acht Dampftramway-Loks an die Berner Tramway Gesellschaft. Heute existiert neben der Lok 12 noch eine Nummer 18, die allerdings betriebsunfähig im Verkehrshaus Luzern steht. |
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| Die Publikumsfahrten auf dem Netz von Bernmobil (Verkehrsbetriebe der Stadt) erfreuen sich großer Beliebtheit. Anfangs noch ein Geheimtipp, sind sie heute sehr begehrt. Die Lok beginnt ihre Berner Rundfahrten vom Zytglogge-Turm aus. Er gehört zu den bekanntesten Touristenattraktionen der Stadt. |
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| Der Heizer auf dem Dampftram kümmert sich sowohl um das Essen für das Lokpersonal als auch um die allmorgendliche Reinigung und Feuerung der Lok. Unterwegs überprüft er den Kesseldruck und schaut, ob ausreichend Feuer vorhanden ist. Auch für Wasser und Kohle muss gesorgt sein. |
| Vorgenommen hat sich die Berner Tramway Gesellschaft noch Einiges mehr. Das größte Projekt ist der Nachbau einer Lufttram, der spätestens im kommenden Jahr fertiggestellt werden soll. |
| Quelle: Bahn TV, Februar 2008 |
| Bahnen der Welt |
| Unterwegs zwischen Bauma und Hinwil |
| Zweimal im Monat gehen die Züge des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland vom Bahnhof Bauma aus auf Reise. Man fühlt sich während der Fahrt in vergangene Zeiten versetzt. |
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| Der Industrielle und Eisenbahnpionier Adolph Guyer-Zeller setzte sich ab 1860 intensiv für den Bau einer Bahnlinie durch das Zürcher Oberland ein. Besonders stark machte er sich für den Bau der Uerikon Bauma Bahn - dies jedoch nicht ganz uneigennützig, denn die geplante Strecke sollte an seiner Spinnerei vorbeiführen. |
| 1899 wurde mit den Arbeiten begonnen. Guyer-Zeller erlebte den Spatenstich allerdings nicht mehr, da er zwei Monate vor Baubeginn an einer Lungenentzündung starb. |
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| Die Uerikon Bauma Bahn verkehrte bis 1948, dann wurde das Teilstück stillgelegt, das von Hinwil bis an den Zürichsee führte. Nur der Abschnitt nach Bauma wurde von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) übernommen. Dort sind noch bis 1968 Züge gefahren. |
| 1969 hat sich, mit dem Ziel auf der Bahnlinie Museumsfahrten durchzuführen, der Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland (DVZO) gebildet. 1978 verkehrte der erste Dampfzug auf der 11,2 Kilometer langen Strecke von Bauma nach Hinwil. |
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| Der DVZO war im Jahr 1969 bei seiner Gründung noch ein kleiner Verein, der mit den Jahren stetig wuchs. Heute zählt er rund 650 Mitglieder. |
| Bei der Ausfahrt aus der Station Neuthal befindet sich der letzte von Hand bediente Bahnübergang der Schweiz. An Fahrtagen kurbelt der Barrierenwärter bis zu zwölf Mal pro Schicht die Schranken rauf und runter. |
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| Die Strecke von Hinwil nach Bäretswil gehört noch heute den SBB. Der Abschnitt Bäretswil - Bauma hingegen gehört seit ein paar Jahren dem DVZO. Die Zürcher Eisenbahnfreunde erwarben ihn im Jahr 2000 für den symbolischen Betrag von einem Franken von den SBB. |
| Der DVZO will auch den Bahnhof Bauma ausbauen und in der kommenden Saison die bekannte Dampflok "Schwyz" in Betrieb nehmen - eine Lokomotive der ehemaligen Südostbahn. |
| Die Züge vom DVZO verkehren von Mai bis Oktober jeweils am ersten und dritten Sonntag des Monats. |
| Quelle: Bahn TV, Februar 2008 |
| Bahnen der Welt |
| 125 Jahre Gotthardbahn |
| Seit mehr als 125 Jahren verbindet die Gotthardbahn den Norden Europas mit den Ländern südlich der Alpen. Noch heute zählt die Gebirgsbahn zu einer der wichtigsten europäischen Transitachsen. |
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| Bereits 1872 begannen die Bauarbeiten am 15 Kilometer langen Eisenbahntunnel durch den Gotthard, doch es sollte fast zehn Jahre dauern, bis am 1. Januar 1892 der erste Zug durch den Gotthard rollen konnte. |
| Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Gotthardbahn tauften Vertreter der Urner und Tessiner Regierungen in Göschenen zusammen mit der SBB-Spitze eine moderne Mehrsystem-Güterzuglokomotive des Typs E 484 auf den Namen "Gottardo". |
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| Auf der Alpensüdseite feierte man das Jubiläum mit einer Kranzniederlegung; in einer Schweigeminute gedachten der SBB-Verwaltungsratspräsident Thierry Lalive d’Epinay und CEO Andreas Meyer mit den Gästen der 199 Männer, die beim Bau des damals längsten Eisenbahntunnels der Welt ums Leben gekommen waren. |
| Die Dampflokomotive Ce 5/6 mit der Betriebsnummer 2978 und dem Spitznamen "Elefant" kam vor allem vor Güterzügen am Gotthard zum Einsatz. Sie schafft bis zu 65 Kilometer pro Stunde. |
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| Während für die tschechische Lokomotive "Albatros" die Fahrt über den Gotthard bereits in Erstfeld endete, waren auf der dicht befahrenen Südrampe in der Biaschina zwischen Airolo und Biasca die beiden deutschen Schnellzugsdampflokomotiven 01 202 vom Verein Pacific und die 01 1066 von den Ulmer Eisenbahnfreunden anzutreffen. |
| Doch nicht nur Dampfzüge waren am Jubiläumswochenende am Gotthard zu sehen: Auf der Nordrampe bei Wassen konnte man den legendären Trans-Europ-Express TEE bestaunen. |
| Quelle: Bahn TV, Februar 2008 |
| Bahnen der Welt |
| 100 Jahre Tigerli |
| Jahrzehntelang prägten die Tigerli-Dampfloks das Bild verschiedener Schweizer Nebenbahnen und Rangierbahnhöfe. Bis in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren bei den SBB und einigen Privatbahnen über 80 dieser Loks zu Rangierzwecken im Einsatz. |
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| Das "Herumtigern" auf der Gleisen brachte ihnen den Kosenamen "Tigerli" ein. Einzelne dieser Loks kamen nach ihrem Dienst bei den SBB zu Privat- und Industriebahnen. So auch die Lokomotive Nummer 5. 1907 an die SBB geliefert, steht sie seit 1963 bei der Sursee-Triengen-Bahn im Einsatz. Diese ist, bis auf die Strecke Etzwilen - Singen, die einzige Bahnlinie der Schweiz, die nie elektrifiziert wurde. |
| Der Zug wurde 1912 als normalspurige Stichbahn vom luzernischen Sursee nach Triengen gebaut. Von Aarau her wurde mit dem Bau einer Schmalspurbahn in Richtung Schöftland begonnen. |
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| Zwischen Schöftland und Triengen gibt es seither immer noch eine Lücke, denn der "Kantönligeist“ zwischen dem katholischen Kanton Luzern und dem reformierten Aargau hat es 1963 verhindert, eine durchgehende Surentalbahn zu bauen. |
| Mitte der 60er-Jahre beschloss der Bund, den Personenverkehr zwischen Sursee und Schöftland von der Schiene auf die Straße zu verlagern. |
| Die dampflokbespannten Sonderzüge, die ab und an auf der Strecke verkehren, sind dem Dampfbahn-Verein Surental zu verdanken, der sich ehrenamtlich für den Dampfbetrieb auf der Sursee Triengen Bahn einsetzt. |
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| Einige Mitglieder des Vereins sind ausgebildete Lokomotivführer, andere kümmern sich um Unterhalt und Revision am Rollmaterial. Anlässlich des 100. Geburtstags der Dampflokomotive 5 veranstaltete der Dampfbahn-Verein Surental im September 2007 ein großes Dampfloktreffen. |
| Zum Tigerlifestival kamen neben tausenden Eisenbahnfans auch fünf weitere historische Tigerli-Loks. Besucher konnten erleben, wie zunächst Holz eingeworfen und angefeuert wurde, bis der nötige Betriebsdruck vorhanden war, den die Lok brauchte, um losfahren zu können. |
| Ein seltenes Gastspiel in der Zentralschweiz gab der historische Dampftriebwagen CZm 1/2. Im Jahr 1902 durch die Esslinger Maschinen Fabrik für die Nordostbahn gebaut, ist er heute im Besitz von SBB Historic. |
| Besonders beliebt waren auf dem Tigerlifestival auch die Mehrfachdampftraktionen. |
| Quelle: Bahn TV, Februar 2008 |

















