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Halbjahres-Bilanz-PK
Die Deutsche Bahn AG ist wieder auf Wachstumskurs. Auf der Halbjahrespressekonferenz stellte DB-Chef Dr. Rüdiger Grube am 28. Juli in Berlin die Geschäftszahlen vor.
Dr. Rüdiger Grube, DB-Vorstandsvorsitzender bei der Halbjahresbilanz-Pressekonferenz am 28. Juli 2010 in Berlin (c) Atkon AG

Für das erste Halbjahr 2010 konnte er einen positiven Geschäftsverlauf vermelden. "Das wirtschaftliche Umfeld hat sich im ersten Halbjahr weiter deutlich stabilisiert. Wenn wir den Welthandel als Indikator betrachten, so liegt er um 16 Prozent über dem Vorjahr.

Wir haben im ersten Halbjahr in den Geschäftsfeldern, die von der Krise betroffen waren, massiv aufgeholt, und auch der Schienenpersonenverkehr, der von der Krise weitgehend verschont geblieben war, kann Zuwächse verzeichnen."

Der Umsatz liegt per Juni 2010 bei rund 16,1 Milliarden Euro. Das sind 1,8 Milliarden mehr als im ersten Halbjahr 2009. Das Plus von 12,8 Prozent übertrifft die Erwartungen deutlich.
Dr. Richard Lutz, DB-Finanzvorstand bei der Halbjahresbilanz-Pressekonferenz am 28. Juli 2010 in Berlin (c) Atkon AG
Richard Lutz, Vorstand Finanzen und Controlling der Deutschen Bahn: "Der größte absolute und relative Umsatzanstieg ist im Geschäftsfeld DB Schenker Logistics zu verzeichnen, also unserem nationalen und internationalen Speditions- und Logistikgeschäft. Mit einem Umsatzplus von 1,3 Milliarden bzw. plus 23 Prozent bestimmt das Geschäftsfeld ganz wesentlich die Umsatzentwicklung im Konzern."
Im Schienengüterverkehr erhöhte sich die Menge der transportierten Güter um 58 Millionen Tonnen auf 203 Millionen Tonnen. Ein Zuwachs um 40,1 Prozent. Das sorgte auch für einen Anstieg nach Trassennachfrage auf dem Schienennetz. Der Anteil konzernexterner Bahnen stieg um zwei auf 19 Prozent.
Auch der Bereich Spedition und Logistik meldet Zuwächse. Die Zahl der Sendungen im europäischen Landverkehr stieg auf 39,4 Millionen. Das ist ein Plus von 14,6 Prozent.
Das Luftfrachtvolumen stieg auf 586.800 Tonnen (plus 28,6 Prozent). Die Seefracht verzeichnete einen Zuwachs von 23,1 Prozent auf 801.000 Standardcontainer.
Zuwächse gibt es auch im Personenverkehr. Die Zahl der Fahrgäste in Bahnen und Bussen stieg um 13,3 Millionen auf 1,36 Milliarden. Der Fernverkehr erzielte ein Plus von 1,9 Prozent, DB Stadtverkehr von 3,5 Prozent. DB Regio meldete im Schienenverkehr ein Minus von 0,7 Prozent.

Die Schulden wurden weiter zurückgeführt auf jetzt 14,9 Milliarden Euro. Investitionen wurden aus eigener Kraft finanziert.

Das Unternehmen ist stabil, so der Finanzvorstand Dr. Richard Lutz: "Diese finanzielle Stabilität wird auch vom Kapitalmarkt hoch geschätzt. Unser ausgezeichnetes Rating mit AA wurde von allen drei Rating-Agenturen im ersten Halbjahr bestätigt. Und die beiden Anleihen, die wir in den letzten beiden Wochen begeben haben, waren für uns von den Zinskonditionen ausgesprochen attraktiv und trotzdem von der Nachfrage her mehrfach überzeichnet. Der DB-Konzern ist und bleibt also eine ausgezeichnete Adresse am Kapitalmarkt."

DB-Halbjahresbilanz-Pressekonferenz am 28. Juli 2010 in Berlin (c) Atkon AG
Wermutstropfen für den Bahnchef sind die Probleme der vergangenen Tage. Dr. Rüdiger Grube: "Die Ausfälle von Klimaanlagen in unseren Zügen während der Hitzewelle waren ein herber Rückschlag in unserem Bemühen, die Bahn zu einem sympathischeren Unternehmen zu machen. Gleichzeitig haben sie uns darin bestätigt, die Neuausrichtung der DB in den Bereichen Technik, Kundenservice und Qualität weiter fortzusetzen."
Grube kündigte zahlreiche Maßnahmen an, um die Qualität in den kommenden Jahren nachhaltig zu verbessern.
So investiert das Unternehmen im Rahmen der Kunden und Qualitätsoffensive 21 Millionen Euro in Informationssysteme. Bis Ende 2011 werden bundesweit rund 2.800 dynamischer Schriftanzeiger montiert.
Um die Qualität der Technik zu steigern, hat die Deutsche Bahn eine Technikoffensive gestartet. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit zu steigern und das Leistungsversprechen gegenüber den Kunden zu erfüllen:
Halbjahresbilanz der Deutschen Bahn AG (c) Atkon AG
Dr. Rüdiger Grube: "Es geht beim Masterplan Technik nicht um einzelne akute Themen und Störfälle. Diese werden in Krisenteams bearbeitet. Sondern es geht darum, nachhaltig künftigen Fehlern vorzubeugen. Denn: jeder Zug, der nicht planmäßig fährt, ist einer zuviel."
Die Deutsche Bahn investiert in den kommenden fünf Jahren mehr als 41 Milliarden Euro in neue Fahrzeuge, die Modernisierung der Flotte, Infrastrukturprojekte sowie Bahnhöfe und Terminals.
Der Vorstandsvorsitzende dankte Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement. Ihr Einsatz habe wesentlich zu den guten Zahlen des vergangenen halben Jahres beigetragen.
Quelle: Atkon AG/DB AG, 28. Juli 2010

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